Eine meiner weiteren Leidenschaften ist das Fotografieren.
Hier einige Beispiele.
Die Galerie werde ich von Zeit zu Zeit immer wieder aktualisieren und erweitern.
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Leseprobe zu "Der Kölner Melatenfriedhof in Bildern"
Begleiten Sie mich auf einem Spaziergang über den Kölner Melatenfriedhof. Spazieren Sie mit mir die Hauptwege
entlang und dann ein wenig abseits die kleineren, entfernteren Wege und – selbstverständlich mit dem gebotenen Respekt –
einmal über die verschiedenen Grabfelder.
Seite um Seite bringe ich Ihnen anhand
der stimmungsvollen Fotos diesen mitten in der Innenstadt gelegenen und weit über seine Stadtgrenzen
hinaus bekannten Ort der Ruhe näher.
Hier finden Sie eine kleine Vorschau meines Buches...
Leseprobe zu "Das Haus in der Normandie"
Der Strand war an diesem Sonntagnachmittag gut besucht. Zudem waren es nur noch wenige Tage bis zum 6. Juni.
Die ersten D-Day Reenactors, also Männer und Frauen, deren Hobby die Wiederaufführung beziehungsweise die
Nachstellung und Neuinszenierung konkreter historischer Ereignisse in möglichst authentischer Weise ist,
in diesem Fall die Landung der Alliierten in der Normandie, waren bereits angekommen und bauten Ihre Camp-Kopien
aus dem Jahre 1944 auf und fuhren mit ihren original Jeeps, Militär-LKW und Krankenwagen die Straßen auf und ab.
Der Trubel würde sich im Laufe der Woche täglich mehren um dann am 6. Juni seinen Höhepunkt zu erreichen.
Mir war hier zu viel los und ich ging mit Herrn Schröder die Strandstraße bis zu ihrem Anfang hinunter, um dann
einen schmalen, steilen Weg den Hügel hinaufzuklettern und von dort oben parallel zur Straße auf den Feldern zu
laufen. Es war nicht weit, bis ich von oben auf das Grundstück meines Feriendomizils schauen konnte. Erst aus der
Höhe konnte ich die Ausmaße richtig erfassen und es war nicht wirklich verwunderlich, dass mir zwischendurch immer
mal wieder angst und bange wurde.
Ich setzte mich ins Gras und blickte eine Weile angestrengt in den unter mir liegenden kleinen Wald und den Garten.
Nichts war zu sehen oder rührte sich. Lediglich am Strand und auf der Straße war viel los. Dann bemerkte ich einen Mann,
der auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand und auf das Haus schaute. Aber auch das war nicht ungewöhnlich. Hatte
ich doch seit meiner Ankunft mehrfach erlebt, dass das Haus scheinbar ein beliebtes Fotomotiv darstellte. Es gab absolut
nichts, wovor ich hätte Angst haben müssen.
Nachdem ich mit meiner digitalen Kamera einige Fotos vom Garten und der Umgebung gemacht hatte, liefen wir den langen Weg
über den Hügel, bis sich dieser in der Ortschaft Vierville-sur-Mer wieder nach unten auf die Strandstraße schlängelte.
Wir drehten jedoch um und gingen den gleichen Weg wieder zurück, den wir zuvor gekommen waren.
Oberhalb unseres Grundstücks blieb ich erneut stehen und starrte hinab in den Garten. Plötzlich sah ich durch die Bäume,
das verfallene Steinhäuschen, das mich auf unbestimmte Weise gleichermaßen faszinierte und ängstigte.
Sollte ich? Sollte ich nicht? Ach warum nicht. Wie ich mich ja eben selber davon überzeugt hatte, war nichts und niemand
zu entdecken gewesen. Ich blickte mich nach einer Möglichkeit um, durch das Dickicht und die Bäume zu der kleinen Ruine
gelangen zu können. Es gab keinen Weg oder Pfad, der von hier dort hinführte und so kraxelte, und hangelte ich mich
durchs Gestrüpp. Immer darauf bedacht, einen Weg zu finden, den Herr Schröder auch gehen konnte. Es dauerte zwar
etwas und war auch mühsamer als ich gedacht hatte, aber schlussendlich schafften wir es doch den ganzen Hügel
hinunter bis auf unser Grundstück.
Etwa in der Mitte des Waldes standen wir vor dem etwa zehn Quadratmeter großen Schuppen, von dem nur noch die
Reste der steinernen Grundmauern übrig geblieben waren, ein Dach gab es nicht mehr. Ich schaute durch die ehemalige
Tür hinein. Auf der gegenüberliegenden Seite wuchs von außen Gebüsch durch eine Öffnung, die früher sicherlich mal ein
Fenster gewesen war. Der Boden bestand aus einem betonierten Fundament, das mehrfach gebrochen und von breiten und
tiefen Rissen durchzogen war und aus denen sich die heimische Flora ebenfalls ihren Weg bahnte. Um die kleine Ruine
verteilt, lagen zugewachsen und kaum noch als solche erkennbar, Steine und Holzbalken.
Scheinbar war das kleine Häuschen den Kämpfen im Juni 1944 zum Opfer gefallen. Die Menschen hatten damals andere
Sorgen und so überließ man das ehemalige Gartenhäuschen seinem eigenen Schicksal.
Ich setzte mich inmitten der Ruine auf einen dicken Stein und ließ die Atmosphäre auf mich wirken. Es war unglaublich
ruhig und friedlich hier und ich genoss den Moment. Obwohl die Strandstraße in kaum mehr als 100 Metern Entfernung lag,
kam ich mir vor, als wäre ich weit ab jeglicher Zivilisation und ganz alleine auf dieser Welt.
Na ja, nicht ganz alleine. Es gab ja noch Herrn Schröder. Der war außerhalb des Häuschens mit Buddelarbeiten beschäftigt.
Offensichtlich hatte etwas Bestimmtes seine Aufmerksamkeit erregt, denn er grub verbissen und hektisch mit seinen Pfoten
an ein und der derselben Stelle. Ich erhob mich von meinem Platz und ging zu ihm hinaus, konnte aber nicht sehen, was
ihn zu derlei Schwerstarbeit animierte.
"Komm, lass uns einen Weg suchen und von hier durch den Garten zum Haus zurückkehren" forderte ich ihn zum Mitkommen
auf und wandte mich zum Gehen ab. Mein sonst so artig gehorchender Hund dachte aber nicht daran und buddelte stur weiter.
Kurz darauf hörte ich, wie die Krallen seiner Pfoten über einen metallischen Gegenstand kratzten. Freudig bellte
Herr Schröder mich aufgrund seines Erfolges an.
Mit einem unguten Gefühl ging ich zu ihm zurück, um sein Fundstück näher zu betrachten. Zur Zeit der Besatzung
Frankreichs hatten die Deutschen den Strand und die Umgebung mit allem, was das Arsenal hergab, vermint. Auch
wenn nach Kriegsende, alles geräumt und die Minen entfernt worden waren, fand ich den Gedanken nicht sonderlich
abwegig, dass hier im Dickicht noch der eine oder andere Sprengkopf vergraben war.
Vorsichtig schob ich die Erde weiter beiseite. Es war tatsächlich ein metallener Gegenstand, den Herr Schröder
frei gebuddelt hatte. Ich war weit davon entfernt, ein Bombenexperte zu sein, aber wie ein Sprengsatz sah mir das
nicht aus. Eher wie eine kleine Metallkiste. Mittlerweile grub ich mit bloßen Händen ebenso verbissen wie zuvor
Herr Schröder. Nach wenigen Minuten hatte ich es geschafft. Es war tatsächlich eine Kiste aus Metall, gesichert
mit einem kleinen Schloss und total verdreckt nach den Jahrzehnten, die sie offenbar hier im Erdreich gelegen
hatte. Ich merkte, wie sich im Inneren etwas hin und her bewegte, wenn man sie leicht schüttelte. Das kleine
Vorhängeschloss hielt jedoch stand als ich versuchte es zu öffnen. Mit bloßen Händen konnte ich hier nichts
erreichen. Meine Neugier war geweckt. Wer mochte die Schatulle hier vor langer Zeit vergraben haben und was war
der Anlass dafür gewesen?
"Komm, jetzt aber nichts wie zurück ins Haus. Lass uns schauen, dass wir das Schloss geknackt bekommen und das
Geheimnis der Kiste lüften können."
Im gleichen Moment hörte ich es in unmittelbarer Nähe laut rascheln, so als ob sich jemand durch das Unterholz
schleichen würde. Weder Herr Schröder noch ich hatten uns einen Schritt bewegt, die Geräusche wurden definitiv
nicht durch uns verursacht. Gleichzeitig war es auch wieder da, dieses unheimliche Gefühl, beobachtet zu werden.
Ich versuchte mir so gelassen wie möglich einen Weg durchs Dickicht in unseren Garten zu bahnen. Sollte jemand
hier in meiner Nähe sein, wollte ich mir keinesfalls erneut meine Angst anmerken lassen und so verraten, dass
ich ihn oder sie bemerkt hatte. Keine Angriffsfläche bieten nahm ich mir fest vor.
Die Metallkiste fest an mich gedrückt stolperte ich durch den hier so dicht bewachsenen Wald in den Garten,
den Trampelpfad hoch zur Terrasse, schloss die Tür auf und uns, nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit
endlich im Haus und vermeintlich in Sicherheit waren, sofort wieder ein.
Es kam mir vor, als hätte ich ein Déjà-vu. Erst vor wenigen Stunden stand ich exakt an der gleichen Stelle,
schwer atmend und zitternd vor lauter Panik an die Haustür gelehnt.
Leseprobe zu "Gehe ich auf meine Beerdigung"
Crash, Boom, Bang. Mein ganzer Körper bestand nur noch aus einem einzigen, riesigen Schmerz, es gab kein Körperteil, den ich nicht vor
quälenden Schmerzen spürte. Ein Höllenlärm umgab mich, Glas splitterte, Metall zerbarst mit einem ohrenbetäubenden Geräusch, Bleche die gegeneinander rieben quietschten und von weit her konnte
ich das Schreien von Menschen wahrnehmen. Das musste der Vorhof zur Hölle sein…
Stille. Von einer Sekunde auf die andere herrschte eine paradiesische Stille. Meine eben noch so heftig vorhandenen Schmerzen waren wie
weggeblasen und ich fühlte mich unglaublich leicht und gut. Verflucht noch mal, was war denn hier überhaupt los?
Irritiert versuchte ich, meine Gedanken zu sortieren. Aber das, was mir nach und nach wieder einfiel, gefiel mir überhaupt nicht.
Eben saß ich doch noch im Auto und war auf dem Weg nach Hause. Ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir und wollte nur noch
ein entspannendes Bad nehmen und mich gemütlich auf meine Couch vor den Fernseher kuscheln. Ich war schon so gut wie zuhause, nur noch über die letzte Kreuzung und einmal abbiegen und schon hätte
meinem relaxten Abend nichts mehr im Weg gestanden.
Jetzt fiel es mir wieder ein. Ich hatte grün und wollte über besagte Kreuzung, als mir ein entgegenkommendes Fahrzeug die Vorfahrt nahm
und einfach vor mir links abbog und wir frontal zusammenstießen.
Oh Shit, ich war tot …! Ich war tatsächlich eben gestorben. Hey verdammt noch mal, das ist doch noch viel zu früh für mich. Ich war doch
gerade erst 32 geworden, startete beruflich endlich voll durch und verdiente eine Menge Kohle. Ich hatte seit vier Jahren eine feste Beziehung, die zwar Mal wieder einen Kick vertragen könnte,
aber trotzdem! Was sollte der Unfug? Hey, hier musste sich jemand gründlich vertan und mich verwechselt haben!
Ne, ne, Leute nicht mit mir. Ich musste ganz schnell irgendwie und irgendwas unternehmen. Ob es hier so was wie eine
Reklamationsabteilung gab? Hoffentlich galt hier nicht »vom Umtausch ausgeschlossen«.Ich fing an, mich umzuschauen. Um mich herum standen unglaublich viele Menschen. Alte und Junge, Männer und Frauen und einige wenige
Kinder. Fast alle machten einen ähnlich verwirrten Eindruck wie ich.Zwischen all den Menschen sah ich unzählige kleine Häuschen, die mich an Kassenhäuschen vor Freizeitparks oder Fußballstadien erinnerten.
Vor diesen Häuschen hatten sich lange Schlangen gebildet. Offensichtlich war dies der Eingang in »die andere Welt«.
Okay Leute, sorry, aber ich hatte echt keine Zeit, mich in eine der Schlangen anzustellen und Zeit zu vergeuden, schließlich musste ich
das Missverständnis mit meinem Todesfall aus dem Weg räumen. Ich versuchte mich vorzudrängeln, murmelte immer wieder etwas von einem Notfall und keine Zeit zum Warten. Doch irgendwie reagierten
die Menschen ziemlich erbost auf meine Drängelversuche.
»Hey hinten anstellen«, »Du hast von nun an mehr Zeit als Dir lieb ist«, »zieh gefälligst eine Nummer, wie wir alle anderen auch« war
noch mit das netteste, was ich zu hören bekam.
Moment Mal, Nummer ziehen? Hatte ich richtig gehört? Ich musste eine Nummer ziehen, um in den Himmel zu kommen? Jesus war der Himmel etwa
deutsch? Hoffentlich verteilten die hier keine Bettdecken an die Himmelsbewohner, damit sich diese ihre Betten im Kampf gegen tote Engländer reservieren können.
Eine Nummer musste her, so schnell wie möglich. Ich musste mich beeilen, sicher konnten die hier oben ihre Fehler auch nur in einem
bestimmten Zeitfenster korrigieren..
Aha, ganz am Ende der schier endlosen Schlangen stand ein Nummernautomat. Nur EIN Nummernautomat für all diese Menschen. Und man bekam
den Eindruck, dass es sekündlich immer mehr wurden. Ob das hier der Eingang für alle Verstorbenen war oder ob es mehrere gab? Wie auch immer, ich wollte ja überhaupt nicht bleiben und hatte daher
auch kein Interesse, mich mit dem ganzen Himmelsgedöns hier zu beschäftigen, geschweige denn, es bis ins Detail kennenzulernen.
Endlich erreichte ich den Nummernautomaten. Noch vier Leute waren vor mir, jetzt noch drei, noch zwei noch eine Frau und dann war ich an
der Reihe. Ich drückte den roten Knopf, meine Nummer endlich zum Greifen nah. Aber anstatt einer Nummer gab es ein freudiges Sirenengeheul, so als ob ich den Jackpot an einem einarmigen Banditen
in Las Vegas geknackt hätte. Die Menschen um mich herum starrten mich an, hinter mir wurde geschimpft, weil es nicht weiter ging. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie ein junger, großer und gut
aussehender Mann, etwa in meinem Alter, auf mich zu gelaufen kam. Toll, jetzt gab es Ärger, weil ich offensichtlich den Automaten kaputtgemacht und damit den ganzen Ablauf im Himmel
durcheinandergebracht hatte.
Obwohl, richtig verärgert, sah er nicht aus, wie er so strahlend auf mich zu gelaufen kam. »Herzlichen Glückwunsch« lachte er mich an.
»Du bist heute der 100.000ste Ankömmling bei uns.« Hä? Was ist los? »Freu Dich, Du musst Dich heute nirgendwo mehr anstellen und kannst überall sofort durchgehen. Mein Name ist übrigens Nick und
ich werde Dich heute begleiten und Dir alles zeigen.«
Oh, offensichtlich hatte ich so was wie den heutigen Hauptpreis gewonnen. Dabei hatte ich doch noch nie etwas gewonnen. Na ja, gut, ich
musste dafür offensichtlich erst den Löffel abgeben, also sollte man vielleicht doch eher von einem Trostpreis sprechen.
Nick zog mich leicht an seinem Arm hinter sich her in Richtung Kassenhäuschen. Wir bahnten uns einen Weg vorbei an denen, die immer noch
in den Schlangen warteten, und mich noch vor wenigen Minuten nicht vor lassen wollten. Ich konnte mir ein hochnäsiges Grinsen nicht verkneifen.
Für einen Moment überlegte ich, ob ich Nick sagen sollte, dass ich ganz gewiss nicht vorhatte, den Rest des Tages, geschweige denn für
den Rest meines Lebens, oder wie musste ich das jetzt nennen, hier zu bleiben, beschloss aber, damit zu warten, bis ich die Eingänge passiert hatte und mich dann endlich der Organisation meiner
Rückreise auf die Erde widmen konnte.
»So« meinte Nick, als wir uns an einem der Kassenhäuschen vorbeigeschlängelt hatten. Vor mir lag eine Art Marktplatz und um diesen Platz
herum verteilt ein großes Gebäude und viele kleinere Häuser. Alles wirkte sehr idyllisch und gemütlich und wäre dieser Ort auf der Erde gewesen, dann wäre ich gerne eine Weile hier geblieben und
hätte diese besondere, heimelige Atmosphäre genossen. Es wuselte nur so von Menschen, die alle einen glücklichen und entspannten Eindruck machten. Es schien, als ob die ganze Luft nur so von
Zufriedenheit überquoll. Jeder ging gemächlich seinen Weg, erledigt seine Dinge, die erledigt werden mussten, aber niemand war in Eile oder gar in Hektik verfallen. Diese Stimmung nahm mich
sofort in ihren Bann und ich musste mich unglaublich zusammenreißen, um Nick mein Anliegen vortragen zu können.
»Wo ist hier die Beschwerdestelle?«
»Wie Bitte?« Mit einer Mischung aus Verblüffung und Erheiterung sah Nick mich an. »Wo hier die Beschwerdestelle ist, die
Reklamationsabteilung, Information, Auskunft, irgendwas.« Meine Güte war der Kerl schwer von Begriff.
»Sorry Paula, aber so etwas haben wir hier nicht.« Wie, so was hatten die hier nicht? Wollte er mir jetzt etwa weismachen, dass sich hier
nie jemand beschwerte? Und überhaupt, woher kannte er meinen Namen?
»Wie, so etwas gibt es bei Euch nicht? Und woher weißt Du, wie ich heiße? Ich kann mich nicht erinnern, mich Dir vorgestellt zu
haben.«
»Hey, das ist der Himmel. Wo, wenn nicht hier, sollen wir von allen Menschen die Namen kennen? Wo, wenn nicht hier, kennen wir von allen
Neuankömmlingen die Lebensgeschichten? Aber noch mal, eine Beschwerdestelle oder Ähnliches haben wir leider nicht. Über was möchtest Du Dich denn beschweren?«
»Ihr habt Euch vertan, ich war noch gar nicht dran mit sterben, Euch ist ein ganz großer Fehler unterlaufen und dieser Fehler muss sofort
rückgängig gemacht werden. Ich werde nicht hierbleiben, ich will sofort mein Leben zurückhaben. Also, was muss ich tun, um meine Rückfahrkarte zu lösen?«
»Nochmals sorry, aber es ist unmöglich, dass sich jemand hier bei uns im Himmel vertan hat. Wenn Du hier angekommen bist, dann hat das
alles schon seine Richtigkeit.«
»Nein, nein und nochmals nein.« Ich ließ nicht locker. Schließlich konnte er mir viel erzählen. »Ich möchte sofort jemanden sprechen, der
hier was zu sagen hat. Deinen Chef oder wer auch immer hier Kompetenzen besitzt.«
»Okay, ich werde Dich ins Hauptbüro bringen und wir werden versuchen, dort alles zu klären. Aber mach Dir bitte keine großen Hoffnungen,
dass sich noch was an Deinem Aufenthalt hier bei uns im Himmel ändern wird.«
Pah, das werden wir ja noch sehen. Als ob ich einfach hierbleiben würde. Das konnte Nick sich gleich von der Backe schminken. Kampflos
würde ich sicher nicht mein schönes Erdenleben aufgeben.
Er führte mich auf das größte Gebäude am Platz zu, vorbei an den vielen Menschen und kleinen Häuschen. Erst jetzt sah ich, dass es sich
hier großteils um Geschäfte handelte, in denen es offensichtlich alles für den täglichen Bedarf gab. Im gleichen Augenblick begann Nick auch schon zu erklären. »Hier bekommen alle Neuankömmlinge
alles, was sie für die ersten Tage übergangsweise benötigen. Schließlich reist man bei uns ja ohne Gepäck an.« Er lachte über seinen eigenen Witz, während ich keine Miene verzog. Eigentlich
liebte ich schwarzen Humor, aber gerade im Moment war mir wirklich nicht danach. Ich wollte nur noch weg, nach Hause, zurück in mein Leben …
Ich heiße Paula, war wie schon erwähnt 32 Jahre jung und arbeitete als VIP-Betreuerin bei einer der größten deutschen
Veranstaltungsagenturen in Köln. Zu meinem Job war ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, denn mein eigentlicher Beruf war Erzieherin. Aber wie so oft im Leben, halfen mir Zufall und einige
hilfreiche Beziehungen zu dieser Stelle. Und während der verschiedenen Veranstaltungen und den damit verbundenen VIP-Betreuungen konnte ich mein erlerntes Wissen aus dem Kindergarten hier und da,
ebenfalls äußerst erfolgreich anwenden.
Außerdem gehörten in mein Leben noch meine allerbeste Freundin Katinka, von allen nur Kati genannt und mein Freund Michael, genannt
Michi. Katinka und ich waren seit unserem gemeinsamen ersten Schultag Freundinnen, also fast schon unser ganzes Leben und mit Michi teilte ich mir seit mittlerweile etwas mehr als vier Jahren
Tisch und Bett und noch so einiges andere mehr. Michi hatte nach seinem Jura-Studium die alteingesessene Kölner Rechtsanwaltskanzlei seines Onkels übernommen und konnte so von Beginn seiner
beruflichen Laufbahn an direkt aus dem Vollen schöpfen.
Wir wohnten in einer schicken, rundum sanierten Vierzimmeraltbauwohnung im angesagten Belgischen Viertel, mitten in der Kölner
Innenstadt. Eigentlich war es eine Sünde, diese horrende Miete auszugeben, aber wir arbeiteten beide viel und hart und verdienten sehr gut und ich besaß ein kleines, geerbtes Vermögen. Warum also
nicht? Zwei bis dreimal im Jahr fuhren wir in den Urlaub, machten wunderschöne Fernreisen und ließen es uns gut gehen.Beide hatten wir ein eigenes Auto, obwohl wir mitten in der Stadt wohnten und mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn alles hätten erledigen
können, mit Sicherheit oftmals sogar schneller als mit dem Auto im berüchtigten Kölner Stadtverkehr. Aber was sollte es? Man musste doch auch genießen und sich selber was gönnen, wir lebten doch
alle nur einmal und zwar hier und jetzt …
Ich merkte, dass irgendwas in meinen Gedanken falsch lief, und wurde um selben Moment von Nicks Gegenwart daran erinnert, was es war.
Mein auf der Überholspur geführtes Leben im Hier und Jetzt sollte dank irgendeinem Unfähigen hier im Himmel abrupt sein Ende gefunden haben. Wahrscheinlich hatten die einen Praktikanten auf mich
angesetzt. »Oh, Dein erster Tag heute? Hier, wir teilen Dir Paula als Testobjekt zu. Zeig uns, was Du kannst und mach was draus …«

"Der Kölner Melatenfriedhof in Bildern"
Begleiten Sie mich auf einem Spaziergang über den Kölner Melatenfriedhof. Spazieren Sie mit mir die Hauptwege
entlang und dann ein wenig abseits die kleineren, entfernteren Wege und – selbstverständlich mit dem gebotenen Respekt –
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der stimmungsvollen Fotos diesen mitten in der Innenstadt gelegenen und weit über seine Stadtgrenzen
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"Das Haus in der Normandie"
Eigentlich war Nina in die Normandie gereist, um einen entspannten Urlaub zu verbringen. Doch daraus wurde nichts.
Mysteriöse Vorfälle raubten ihr den Schlaf. Unerklärliche Dinge geschahen. Wer war der geheimnisvolle Mann, der täglich in der Nähe des Grundstücks herumschlich? Und welche Rolle spielten die Liebesbriefe aus dem Jahr 1944, die sie im Garten vergraben gefunden hatte? Was ging hier vor?
Spukphänomene - oder hatte sie es mit einem Psychopathen zu tun?
Stück für Stück legt Nina die dunkle Geschichte des Hauses frei.

"Gehe ich auf meine Beerdigung"
Was macht man, wenn man in den Himmel abberufen wird, aber auf Erden noch lange nicht alles erledigt hat?
Paula Breuer wird in ihrem jungen Alter von 32 Jahren durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen. Im Himmel angekommen, gewährt man ihr noch mal einen Blick zurück und sie muss
erkennen, wie blind sie die vergangenen Monate durch ihr Leben gelaufen ist. Ihr Verlobter trieb sich in anderen Betten herum und ihre beste Freundin steht vor dem finanziellen Ruin. Aber Paula
wäre nicht Paula, wenn sie oben im Himmel die Karten nicht mischen und unten auf der Erde, höchstpersönlich neu verteilen würde.
Und dann ist da ja auch noch Nick. Der gelernte Schutzengel, nimmt sie nach ihrem Unfall im Himmel unter seine Fittiche, um ihr das Eingewöhnen leichter zu machen. Und Nick ist ein teuflisch
gutaussehender Schutzengel…
Angaben gemäß § 5 TMG:
Kontakt:
Pamela Menzel
Pestalozzistr. 36
50259 Pulheim
Tel.: +49 (2238) 30 71 81
E-Mail: pamelamenzel@arcor.de
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Pamela Menzel wurde 1973 in Leverkusen geboren.
Nach ihrer Schulzeit machte sie eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, arbeitete einige
Jahre als Assistentin der Geschäftsführung ehe sie über einem Job in einem Lektorat und Übersetzungsbüro
mittlerweile eine Stelle als Assistentin bei einer bekannten Finanz- und Wirtschaftsjournalistin
angetreten hat.
Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Köln.


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